NDAA

NDAA steht für den US-amerikanischen „National Defense Authorization Act“.

Im Abschnitt 889 des NDAA wird definiert, dass US-Bundesbehörden, die Auftragnehmer dieser Bundesbehörden sowie Empfänger von Zuschüssen oder Darlehen, Telekommunikations- und Videoüberwachungsanlagen verschiedener genannter Unternehmen weder beschaffen, noch verwenden dürfen. Die Regelungen dieses Abschnitts gelten für wesentliche Komponenten eines Systems oder im Fall kritischer Technologie für alle Komponenten des Systems.

NDAA fordert Compliance für Systeme und Unternehmen ein

Abschnitt 889 verhindert nicht nur, dass Bundesbehörden Kameras einsetzen, die von auf der schwarzen Liste stehenden Unternehmen produziert wurden. Er verbietet ebenfalls Geschäfte mit Organisationen, die solche Kameras verwenden. Dies hat weitreichende Folgen für europäische Unternehmen, die sich in einem globalen Marktumfeld bewegen, in dem Organisationen und Prozesse zunehmend vernetzt sind. Europäische Anwender, die sich – vielleicht aus Kostengründen – für den Kauf von Videoüberwachungsprodukten eines der in Abschnitt 889 aufgelisteten Hersteller entscheiden, könnten dies später umso teurer bezahlen. Sollten Unternehmen nicht hundertprozentig sicher sein, dass Sie auch in Zukunft keine Produkte oder Dienstleistungen an US-Bundesbehörden verkaufen wollen, sollten sie sich genau überlegen, ob die geringen Einsparungen durch den Kauf von Nicht-NDAA-konformen Kameras die dadurch möglicherweise entgangenen Umsätze kompensieren können.

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